Wirtschaftsmediation

Neben Mängeln in der Unternehmensorganisation und im Rechungswesen sind unerkannte und ungeklärte Konflikte Hauptursache für das Verfehlen von Unternehmenszielen. Solche Situationen kosten Energie und Geld.

Deswegen bieten wir neben Konflikt- und Organisationsberatung sowie der allgemeinen betriebswirtschaftlichen Beratung die Mediation an.


Die Mediation ist ein strukturiertes Verfahren in dem der Mediator als geschulter neutraler Dritter versucht, gemeinsam mit den Konfliktparteien (Medianten) eine Einigung zu erarbeiten. Dabei ist es besonders wichtig, dass der Mediatior den Blick der Medianten auf Lösungen lenkt, welche von den Konfliktparteien gemeinsam angenommen werden können. Zum guten Schluss wird eine schriftliche Vereinbarung über die gefundene Lösung formuliert; getreu dem bekannten Goethe-Wort: „Was du schwarz auf weiß besitzt, kannst du getrost nach Hause tragen“. Im Allgemeinen geht man bei der Mediation von einer Erfolgsquote von ca. 80% aus. Kein Wunder, dass die Mediation von vielen einem Rechtstreit vorgezogen wird. Denn die Erfolgsquote bezieht sich auf die Zufriedenheit beider Seiten. Alle Beteiligten sollen zu ihrem Recht kommen, es darf keine Verlierer, sondern nur Gewinner geben. Daher spricht man auch von einer „win-win-Lösung“.

Die Mediation ist ein Mittel um wieder in Mitte zu kommen, ganz im Sinne des lateinischen Ursprungswortes „mediare“ - in der Mitte sein.


Die Mediation hat ihren „Siegeszug“ in der Neuzeit über die USA genommen. Ihre Wurzeln sind allerdings schon sehr viel älter. Die finden sich bei Sokrates, der Lösungen durch Nachfragen sichtbar machte, ebenso wie in der chinesischen Tradition Konflikte nicht vor Gericht auszutragen, sondern sich einer Person des Vertauen zu bedienen. Die berühmteste deutsche Mediation fand 1648 durch Aloysius Contareno statt. Sie führte zum Westfälischen Friedensschluss, welcher den Dreißigjährigen Krieg beendete.

Der Begriff Wirtschaftsmediation umfasst eine ganze Reihe von Bereichen. Unter ihn werden zum Beispiel Konflikte zwischen Gesellschaftern, dem Unternehmen und Geschäftspartnern oder Mitarbeitern subsumiert. Auch die Nachfolge der nächsten Generation im Unternehmen kann durch die Mediation zur Zufriedenheit der Beteiligten geregelt werden. Eine frühzeitige Regelung der Erbfolge ist wünschenswert, aber auch für den Erbfall hat sich die Mediation in schwierigen Fällen bewährt. Hier spricht man von der Erbmediation.

Daneben wird die Mediation auf weitern Gebieten eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist die Familienmediation , die Mediation in Arbeitsrecht, im privaten Baurecht, im Insolvenzrecht, im Sozialrecht und im Gesundheitswesen, die Umweltmediation sowie die Mediation bei Täter-Opfer-Ausgleich.

Die Mediation ist nicht nur zur Konfliktlösung zwischen Einzelpersonen sondern auch für Gruppen oder Organisationen geeignet. Hier werden in der Regel mehrere Mediatoren verpflichtet. Der Einsatz eines Co-Mediators kann aber auch in kleiner Runde sinnvoll sein.

Herr Wolfgang A. Schaal ist ausgebildeter Mediator sowie Wirtschaftsmediator.

Er hat seine Kenntnisse bei der Bundessteuerberaterkammer (Dr. Markus Troja und Hans-Jörg Schwarz) sowie bei Sokrateam (Umfassende Ausbildung nach den Richtlinien des Bundesverbandes Mediation) erworben. Ferner wurde er von der Universität Augsburg als Systemischer Berater zertifiziert und hat eine Ausbildung zur Durchführung von Organisations- und Strukturaufstellungen nach Prof. Varga von Kibed absolviert.

Seine langjährige Tätigkeit als Steuerberater und vereidigter Buchprüfer bilden darüber hinaus eine gute Basis für die Tätigkeit als Wirtschaftsmediator. Gerne steht er Ihnen für ein Vorgespräch zur Verfügung, damit abgeklärt werden kann, ob für „Ihren“ Konflikt die Mediation das geeignete Mittel ist.